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Blog Fräulein Deere - ***Update Juni 2022***

Ab wann spricht man eigentlich von ‚Starkregen‘ und ‚Unwetter‘?

Selfie von Julia Schmid
am Montag, 20.06.2022 - 10:29 (Jetzt kommentieren)

Die Hitzewelle Mitte Juni ist erst einmal vorbei. nun ziehen Regen und Gewitter durch Deutschland. Während die Landwirte in Süddeutschland schon in den Startlöchern für die Ernte stehen, schauen die im Norden und Osten nervös nach oben und fragen sich: Wie viel regen wird es denn? Fräulein Deere macht sich zur Wetterlage Gedanken.

Hallo meine Lieben,

2021 war wettertechnisch gesehen wieder ein besonderes Jahr. Auch, wenn uns Landwirten nachgesagt wird, dass wir am Wetter immer etwas auszusetzen haben: letztes Jahr war es zu nass und kalt. Heuer ist es dagegen schon im Juni ganz schön heiß. Und wenn es diese Woche abkühlt, fragt man sich: wie viel Regen wird es denn?

Dunkle Wolken am Himmel

Der Mai vergangenes Jahr hat sich angefühlt wie im Herbst. Ich habe gelesen, dass der längere Winter und das nasskalte Frühjahr 2021  in unseren Breitengraden die Vegetation um zwei bis vier Wochen verzögert hat. Dann kam es nach der wärmeren Zeit zu vermehrtem Starkregen und Unwetterereignissen - mit teils verheerenden Auswirkungen.

Dieses Jahr ist es schon Mitte Juni ungewöhnlich heiß. So heiß, dass die Bauern in Süddeutschland darüber nachdenken, die Ernte vorzuziehen. Und auch hier fragen sich natürlich alle: Kommt es am Ende der Hitze zum großen Unwetter?

Unwetter sind zeitlich und örtlich klar begrenzt

Wusstet ihr, dass es eine Definition für Unwetter und Starkregen gibt? So ist ein Unwetter in der Meteorologie ein Sammelbegriff für extreme Wetterereignisse wie …

  • … Sturm oder Orkan,
  • … großer Hagel,
  • … Starkgewitter,
  • … Blitzeis,
  • … Starkniederschläge,
  • … Schneestürme, etc.

Diese sogenannten Extremwetterereignisse sind zeitlich und örtlich klar begrenzt und haben sehr starke Auswirkungen auf den Lebensraum des Menschen. Sie können Schäden verursachen und sogar lebensbedrohlich sein.

Starkregen: diese 3 Stufen gibt es

Bei Starkregen sind die Niederschlagsmengen genau definiert. Der Deutscher Wetterdienst warnt vor Starkregen in 3 Stufen:

  • Regenmengen 15 bis 25 l/m² in 1 Stunde oder 20 bis 35 l/m² in 6 Stunden (Markante Wetterwarnung)
  • Regenmengen > 25 bis 40 l/m² in 1 Stunde oder > 35 l/m² bis 60 l/m² in 6 Stunden (Unwetterwarnung)
  • Regenmengen > 40 l/m² in 1 Stunde oder > 60 l/m² in 6 Stunden (Warnung vor extremem Unwetter)

Folgen von Starkregen und Unwetter für Ackerkulturen

Bei uns gab es heuer nach dieser Definition zum Beispiel unter anderem einmal ein extremes Unwetter: über 62 l mit Hagel und gut Wind. Und das Problem besteht ja nicht nur im Moment des Starkregens beziehungsweise des Unwetters. Solche Wetterereignisse ziehen auch negative Folgen in der Ernte mit sich. Angeschlagene Ähren sind nicht nur beim Dreschen ärgerlich, sondern führen auch zu Mengen- und Qualitätsverlusten beim Erntegut. Darüber hinaus haben es Schädlinge und Pflanzenkrankheiten durch die widrigen Umstände leichter, den Bestand zu befallen.

Wetterschäden im Haferfeld

Wir haben unsere Bestände gegen Hagelschäden versichert. So brauchen wir uns zumindest um den finanziellen Schaden durch ausgeschlagene oder verfaulte Körner keinen Kopf machen. Neben Hagel könnte man sich zum Beispiel auch gegen Starkregen oder Dürre absichern.

Welches Extremwetter habt ihr dieses Jahr schon erlebt? Und setzt ihr auf Versicherungen im Ackerbau? Erzählt doch mal!

Bis zum nächsten Mal,

Eure Fräulein Deere

Was Fräulein Deere sonst noch so beschäftigt? Hier erfährst du es!

Wetter: Junglandwirte zeigen ihre Schäden

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