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Hitzewelle zwingt Landwirte im Süden zur frühen Getreideernte

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am Freitag, 17.06.2022 - 09:50 (2 Kommentare)

Deutschland ist zweigeteilt: Während der Süden im verlängerten Wochenende unter der Hitze leidet und die ersten Regionen mit der Gerstenernte beginnen könnten, ist es im Norden bewölkt und verhältnismäßig kühl.

Das Thermometer steigt seit Dienstag kontinuierlich an, sodass in vielen Regionen Deutschlands die 30-Grad-Marke geknackt wurde. Parallel dazu lässt der Wind weiter nach. Die Wintergerste reift weiter ab, sodass die Ernte bald beginnen kann.

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Vorgezogene Gerstenernte

agrarheute hat auf den DLG-Feldtagen mit Landwirten aus der Region um Mannheim gesprochen. Am Oberrheingraben leidet die Wintergerste schon lange unter dem ausbleibenden Regen. Flächen, die nicht beregnet wurden, reifen bei Temperaturen über 30 Grad zunehmend ab. Im verbreiteten Feldgemüseanbau laufen zurzeit die Beregnungsmaschinen.

Erste Landwirte rechnen damit, dass am Wochenende mit der Ernte der ersten Wintergerstenbestände gerechnet werden kann. Das ist selbst für diese Region deutlich früher als in „normalen“ Jahren und die Erntemenge dürfte darunter leiden.

Wetter: Sonne im Süden, Wolken im Norden

Ganz andere Situation im Norden: Hier ziehen immer wieder Wolken durchs Land, sodass die Temperaturen deutlich angenehmer sind. Die Höchstwerte liegen in der Nordhälfte bei 19 bis 26 Grad, in der Südhälfte bei 26 bis örtlich 32 Grad. Am Freitag ist es im Süden weiter sonnig und es ziehen zeitweise hohe Wolkenfelder durch.

Im Nordwesten und Norden dagegen kommt es zum Aufzug dichter Bewölkung und am Nachmittag und Abend gebietsweise sogar zum lange Zeit erhofften Regen, der allerdings gering ausfallen dürfte. Am Alpenrand zum Abend geringe Schauer- und Gewitterneigung. Und auch die Tageshöchstwerte klaffen wieder weit auseinander: Regenschirm im Norden zwischen 22 und 27 Grad, sonst Sonnenschirm bei 27 bis 33 Grad.

Bis zu 36 Grad am Wochenende

Am Wochenende ändert sich an der Wetterzweiteilung wenig. Der Süden leidet weiter unter der Hitze, die aus Spanien bekannt ist. Im Norden bleiben die Wolkenfelder bestehen, aus denen aber kaum mehr Regen fällt. Am Samstag sind im Tagesverlauf im Nordwesten und Westen teils bis in die Mitte kompakte Quellwolken und vereinzelt kräftige Schauer oder Gewitter mit Starkregen möglich. Höchstwerte an der See 19 bis 23, sonst 27 bis 35, im Westen und Südwesten örtlich bis 38 Grad. Der Wind nimmt wieder etwas zu.

Die Tiefstwerte der Nacht auf Sonntag liegen am Oberrhein mit 21 Grad über den Tageshöchstwerten an der Nordsee, hier kühlt es in der Nacht auf angenehme 13 Grad ab. Am Sonntag im Norden und Nordwesten wolkig mit einzelnen Schauern oder kurzen Gewittern. Sonst zunächst oft sonnig, später im Westen, in der Mitte und im Südwesten sowie an den Alpen vermehrt Quellwolken und einzelne, teils kräftige Gewitter mit Unwetterpotenzial. Höchstwerte im Norden und Nordwesten 19 bis 24 Grad, sonst 26 bis 34 Grad, im Süden sowie in Ostsachsen bis 36 Grad.

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